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Liebe Fröbelfreunde und –interessierte,

von 1849 bis zu seinem Tode am 21.Juni 1852 lebte und wirkte der bedeutende Pädagoge Friedrich Fröbel in den Orten, die heute der Stadt Bad Liebenstein angehören.

Er bewohnte anfänglich ein Gut am Aschenberg - heute das Hotel "Fröbelhof".

Im Schlösschen Marienthal gründete er 1850 die erste Kindergärtnerinnenschule der Welt. Die dort ausgebildeten Frauen verbreiteten seine Ideen – nach dem preußischen Kindergartenverbot von 1851 sogar im Ausland. Man kann also sagen, dass der Siegeszug der Kindergartenidee in der Welt auch mit dem Marienthaler Schlösschen zu tun hat.

Wir wollen uns auch deshalb in der Stadt Bad Liebenstein künftig darauf besinnen, was einst zu dem Wort „Kindergarten“ führte und wollen es wieder verstärkt verwenden. Wir wollen nicht zulassen, dass es in dem Lande, von dem aus es in die Welt ging, wieder in Vergessenheit gerät!

In Marienthal freundeten sich Fröbel und ein anderer bedeutender Pädagoge der damaligen Zeit – Adolph Diesterweg – an und besprachen sicher viele Ideen auf ihren Spaziergängen, die sie bis nach Steinbach, auf den Altenstein oder auch zu dem Ort führten, der heute als „Fröbelsruh“ bekannt ist.

In Marienthal organisierte Fröbel Pädagogenversammlungen und gab Zeitschriften heraus.

1852 fertigte ein Mann namens Ernst Luther den Stein für Fröbels Grab – heute das weltbekannte „Fröbel-Symbol“ – die aufeinandergestellten Teile der 2. Spielgabe, Kugel, Walze und Würfel. Er tat es in Dankbarkeit für den Mann, der ihn und seinen Bruder Georg 1817 – im Jahr des 300. Refor­ma­tionsjubiläums – an seine Anstalt nach Keilhau holte, damit die Brüder dort eine Chance erhielten, „aus dem engen Tagelöhnerleben herauszustreben“. Fröbel wollte seinem „großen Glaubenshel­den“ Martin Luther ein „lebendiges Denkmal" setzen, indem er Nachfahren der Luther-Familie half.

In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wollte Walter Gropius – der Begründer der Bauhaus-Bewegung – bei uns ein hochmodernes Friedrich-Fröbel-Haus bauen. Heute wird im Fröbelschen Spielgabensystem auch eine Inspiration der Architektur und Kunst der Moderne – also auch des „Bauhauses“ – gesehen. Wie schön wäre es, hätte Gropius seine Pläne damals realisieren dürfen …

Die Weltgeltung Fröbels zeigt sich heute auch daran, wie häufig Menschen aus aller Welt uns besuchen, um an Fröbels Grab zu stehen, um die authentischen Fröbelorte zu sehen.

Wir sind stolz darauf, an solch einem bedeutsamen Erbe teilhaben zu können und möchten es in Würde hüten und mehren – für uns selbst, für unsere Gäste, vor allem aber für unsere Kinder …

  Kommt, lasst uns unsern Kindern leben.

Ihr

Dr. Michael Brodführer

Bürgermeister der Stadt Bad Liebenstein

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