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Park und Schloss Altenstein

Von einem Felsen im heutigen Schlosspark Altenstein soll einst schon der hl. Bonifatius die ortsansässigen Schweinehirten zum Christentum bekehrt haben.

Über die Jahrhunderte Herrschaftssitz war der Altenstein von 1804 bis 1918 Sommerresidenz der Herzöge von Sachsen-Meiningen.

Bernhard II., der Fröbel das Marienthaler Schlösschen zur Verfügung stellte, war Herzog, als Fröbel am 4. August 1850 auf dem Altenstein in einem Kinder- und Spielfes...


„... der aufwachsenden Kindheit und Jugend ... die Forderungen der Zeit zur Anschauung und Einsicht zu bringen, ... daß endlich die Menschheit schön ausführe und rein darstelle, was die an sie ergebende Forderung und Aufgabe ist: allseitig einiges Leben.“
Das Ziel seines pädagogischen Wirkens umriss Fröbel selbst mit dem Begriff „Lebenseinigung“. Dieser Begriff symboliert das Ziel des lebenslangen Weges der
Herstellung einer harmonischen Einheit des einzelnen Menschen mit der Natur, der menschlichen Gesellschaft und mit Gott.
Jede Zeit hatte bzw. hat da ihre ganz spezifischen Merkmale, ihre besonderen Anforderungen.
Verstehen, Verständnis und Einigkeit der Menschen, Leben in Einklang mit der Natur und dem, was dem einzelnen Menschen für sein eigenes Leben einen Sinn gibt und Quelle der Hoffnung ist - dies mag für alle Zeit gelten. Den Weg dorthin zu zeigen war das Ziel der Kinder- und Spielfeste auf dem Altenstein:

  • von 1850 (4. August)

aus der Dokumentation:

Der Charakter der Jetztzeit, der jetzigen Menschheitsentwicklungsstufe ist also die Einigung der Gesamtheit des ganzen Geschlechtes zur Aufnahme, und somit zur Einsicht in das Wesen und die Erkenntnis der ganzen Menschheit, um sie im Einzelnen und als Einzelnes, wie in Gemeinsamkeiten wieder zu durch-, und gestaltet darzuleben. Dieser Charakter der jetzigen Zeit: allseitige Lebenseinigung, muss aber den Menschen, von denen wir erkannten, daß sie sich zur Zeit wie die Kinder und Jugend verhalten, zur Anschauung und Einsicht gebracht werden, am besten durch Selbstdarstellung.
Das Spielfest am 4. August auf dem Altenstein hatte nun in sich den bestimmten Zweck: der aufwachsenden Kindheit und Jugend, wie der, in gewisser Hinsicht, auf der Stufe des kindlichen und jugendlichen Unbewußtseins stehenden Menge, die Forderungen der Zeit zur Anschauung und Einsicht zu bringen, damit Jeder an seinem Teil und nach dem Grade seiner
Ausbildung und Fähigkeit der gesunden Entwicklung der Zeitforderung zu Hilfe komme, daß endlich die Menschheit schön ausführe und rein darstelle, was die an sie ergebende Forderung und Aufgabe ist: allseitig einiges Leben.
Dem ganzen Spielfeste liegt daher der Gedanke, die Idee zu Grunde, und sie sollen durch dasselbe anschaulich dargestellt werden: daß das Leben an sich ein Ganzes sei, aber in jedem Zeitabschnitte desselben eine bestimmte Aufgabe zu lösen habe, zu deren Erfüllung jeder Einzelne nach Maßgabe seiner Fähigkeit mitzuwirken die Bestimmung habe.

  • von 1927 - vgl. schwarz-weiss-Fotografien
  • von 1996 (31. Mai) - Farbfotos

1927 1

 

1927 2

 

96053109

 

96053110

Die Stadt Bad Liebenstein beabsichtigt - den Gedanken des Fröbelschen Spielfestes aufgreifend - jährlich ein Fröbelfest durchzuführen.

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